neurologie2Ergotherapie im Arbeitsfeld Neurologie beschäftigt sich mit der Behandlung von Menschen, die durch eine neurologische Erkrankung und/oder Schädigung im zentralen Nervensystem eine vorrübergehende oder dauerhafte Herabsetzung ihrer Handlungsfähigkeit erlitten haben.

Ziele der Ergotherapie können z.B. die Verbesserung/Erhaltung von verlorengegangen Funktion, das Erlernen von Kompensationsbewegungen(Ersatzbewegungen) und die Erhaltung der Selbstständigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens sein.

Typische Erkrankungen in der Neurologie sind z.B.:

  • Schlaganfall
  • Morbus Parkinson
  • Zustand nach Operationen am Gehirn
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Nervenverletzungen
  • Multiple Sklerose
  • Demenz/Alzheimer

Hier finden unter anderem Behandlungsmethoden wie z.B. die manuelle Therapie, Weichteiltechniken, Bobath, LSVT®BIG, Kognitiv-Therapeutische Übungen nach Prof. Carlo Perfetti, das PNF-Konzept, Spiegeltherapie, Mobilisation nervaler Strukturen, Hirnleistungstraining, Wahrnehmungstraining, Gehtraining, Gleichgewichtstraining, Koordinationstraining, Sensibilitätstraining, Mobilisation verschiedener Gelenke, TENS-Behandlung(transkutane elektrische Nervenstimulation), Rückenschule sowie Hilfsmittelberatung und Hilfsmitteltraining ihre Anwendung.

In der Neurologischen Rehabilitationwerden Menschen mit akuten und chronischen neurologischen Erkrankungen, nach neurochirurgischen Eingriffen sowie nach Unfällen mit Nerven-, Rückenmarks- oder Gehirnschäden behandelt.

Zustände nach akut erworbenen Hirnschädigungen

  • Schlaganfall (Minderdurchblutung nach Gefäßverschluss oder Blutung)
  • Schädel-Hirn-Verletzungen (z. B. Hirnprellungen und Hirnblutungen)
  • Zustände nach neurochirurgischen Operationen (z. B. Aneurysmablutung, Hirntumoren)
  • Globale Minderdurchblutung des Gehirns (z. B. hypoxische Hirnschädigungen nach Wiederbelebungsmaßnahmen)
  • Hirn- und Hirnhautentzündungen (Enzephalitis und Meningitis)

Zustände bei chronischen Hirnschädigungen und degenerativen Hirnerkrankungen

  • Parkinson-Erkrankung (Behandlung in enger Kooperation mit der Parkinsonklinik Beelitz-Heilstätten)
  • Dystonien (Blinzelkrampf, Spasmodischer Schiefhals, Extremitätendystonien, Zustände nach Operationen oder Stimulatorimplantationen bei fokalen, segmentalen oder generalisierten Formen der Dystonie)
  • Andere extrapyramidalmotorische Erkrankungen (z. B. Multisystematrophie, Ataxien, Gangstörung bei Normaldruckhydrozephalus)
  • Zerebralparese (z. B. Erwachsene mit Bewegungsstörungen bei Zerebralparese)

Zustände bei chronisch entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems

  • Multiple Sklerose in allen Behinderungsgraden
  • Borreliose mit neurologischen Ausfällen und Schmerzsyndromen

Zustände nach Verletzungen oder Erkrankungen des Rückenmarks (Querschnittlähmungen)

  • hohe Querschnittlähmungen mit bleibenden Atemstörungen
  • Tetra- und Paraplegien, vollständig und unvollständig

Zustände nach erworbenen und sonstigen Schädigungen von peripheren Nerven, des peripheren Nervensystems, von Nervenwurzeln und Muskeln

  • Bandscheibenerkrankungen oder -operationen mit Nervenwurzelschäden oder Schmerzsyndromen
  • Spinale Engen mit neurologischen Ausfällen oder Schmerzsyndromen (z. B. lumbale Stenose)
  • Nerven- oder Plexusschäden (z. B. Nervenverletzungen, Armplexusverletzungen)
  • Polyradikulitis oder Polyneuritis (z. B. Guillain-Barré-Syndrom, Borreliose)
  • Polyneuropathie-Syndrome (z. B. Critical-Illness-Polyneuropathie, Diabetische Polyneuropathie)
  • Neuromuskuläre Erkrankungen (z. B. Myasthene Syndrome)
  • Myopathien (z.B. Steroidmyopathie, Critical-Illness-Myopathie, Folgeschäden bei angeborener Myopathie)

Zustände bei Epilepsien

  • Patienten nach epilepsiechirurgischen Eingriffen (z. B. Temporallappenteilresektion)
  • Patienten mit pharmakoresistenten Epilepsien
  • Patienten mit epilepsie-assoziierten neuropsychologischen und motorischen Defiziten
  • Patienten mit funktionellen, nicht-epileptischen Anfällen
  • Patienten mit gravierenden psychosozialen Folgeerscheinungen der Epilepsie
  • spezielle Epilepsiesyndrome (z. B. Symptomkombinationen bei Myoklonusepilepsie)

Zustände bei chronischen neurologisch bedingten Schmerzsyndromen

  • Chronische Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Chronische Rückenschmerzen